ESG-DATEN FÜR KUNDENANFRAGEN

Welche ESG-Daten verlangen Kunden von Lieferanten?

Kunden fragen heute nicht nach „ESG“ als einer einzelnen Kennzahl. Je nach Unternehmen, Branche und Anfrage können Energie- und Emissionsdaten, Umweltkennzahlen, Informationen zu Mitarbeitenden und Arbeitsschutz, Richtlinien, Compliance-Angaben, Lieferkettendaten und konkrete Nachweise verlangt werden.

Dieser Überblick zeigt, welche Datenbereiche typischerweise vorkommen, wo die Informationen intern häufig liegen und welche Unterlagen als Ausgangspunkt dienen können.

Quick Answer

Kurz gesagt

Typische ESG-Anfragen an Lieferanten betreffen Unternehmens- und Standortdaten, Energie und Treibhausgasemissionen, Umweltkennzahlen, Mitarbeitende und Arbeitsschutz, Menschenrechte, Richtlinien und Managementsysteme, Ethik und Compliance, Lieferkette sowie unterstützende Nachweise.

Welche Informationen tatsächlich benötigt werden, hängt unter anderem von der konkreten Kundenanfrage, Ihrer Tätigkeit, dem Unternehmensumfang und dem verwendeten Fragebogen oder Bewertungsverfahren ab.

Vom Signal zur Antwort

Von der Kundenfrage zur belastbaren Antwort

Der eigentliche Aufwand entsteht selten nur durch die Frage selbst. Entscheidend ist, die angeforderte Information dem richtigen internen Datenhalter und einer nachvollziehbaren Quelle zuzuordnen.

  1. 01

    Anforderung

  2. 02

    Daten

  3. 03

    interner Owner

  4. 04

    Quelle / Nachweis

  5. 05

    Bestätigung

  6. 06

    Antwort

Einordnung

Es gibt keine universelle ESG-Datenliste für jeden Lieferanten.

Ein häufiger Fehler ist, zunächst eine möglichst große allgemeine ESG-Datensammlung aufzubauen und erst danach den eigentlichen Kundenfragebogen anzusehen.

In der Praxis sollte die Reihenfolge umgekehrt sein: Zuerst die konkrete Anfrage verstehen, dann die tatsächlich benötigten Daten identifizieren.

Welche Themen relevant sind, kann sich je nach Branche, Tätigkeit, Unternehmensgröße, Standort, Kunde und verwendetem Fragebogen deutlich unterscheiden.

Nicht alles sammeln. Das Richtige sammeln.

Überblick

Welche ESG-Datenbereiche können in Kundenanfragen vorkommen?

Die folgenden Kategorien sind eine praktische Orientierung. Sie ersetzen nicht die konkrete Prüfung des Kundenfragebogens.

01

Datenkategorie

Unternehmens- und Standortdaten

Bevor ESG-Kennzahlen sinnvoll eingeordnet werden können, muss klar sein, für welches Unternehmen, welche Gesellschaft und welchen organisatorischen Umfang die Angaben gelten.

Häufig abgefragte Informationen

  • Firmenname und rechtliche Einheit
  • Unternehmenssitz
  • relevante Standorte
  • Länder der Geschäftstätigkeit
  • Anzahl der Mitarbeitenden
  • Branche / Geschäftstätigkeit
  • Produktionsstandorte
  • Berichtszeitraum
  • gegebenenfalls Umsatz- oder Größenklasse
  • Konzern- oder Tochtergesellschaftsbezug
  • Geltungsbereich der gemeldeten Daten

Typische interne Owner

Geschäftsführung · Finance · HR · Legal · Stammdaten

Mögliche Quellen

  • Unternehmensstammdaten
  • Standortlisten
  • Organigramme
  • HR-Auswertungen
  • interne Unternehmensinformationen
  • Finanzunterlagen

Worauf achten?

Eine Kennzahl für einen einzelnen Standort sollte nicht als Unternehmensgesamtwert dargestellt werden, wenn weitere relevante Standorte nicht enthalten sind.

02

Datenkategorie

Energie und Treibhausgasemissionen

Energie- und Emissionsdaten gehören zu den häufigsten quantitativen Umweltinformationen in ESG-Anfragen.

Häufig abgefragte Informationen

  • Stromverbrauch
  • Erdgasverbrauch
  • weitere Brennstoffe
  • Kraftstoffverbrauch
  • eingekaufte Wärme, Dampf oder Kälte
  • Scope-1-Emissionen
  • Scope-2-Emissionen
  • gegebenenfalls Scope-3-Informationen
  • Berichtsjahr
  • verwendete Berechnungsmethode
  • erneuerbare Energie / Strombezug
  • Emissionsreduktionsziele
  • gegebenenfalls produktbezogene CO₂-Daten

Typische interne Owner

Facility Management · Finance · Einkauf · Fuhrpark · EHS · Produktion

Mögliche Quellen

  • Stromrechnungen
  • Gasrechnungen
  • Tankkarten
  • Zählerdaten
  • Kältemittelunterlagen
  • Energiemanagement-Auswertungen
  • Lieferanteninformationen
  • Emissionsberechnungen

Worauf achten?

Verbrauchsdaten, verwendete Emissionsfaktoren und daraus berechnete CO₂e-Werte sollten getrennt nachvollziehbar bleiben.

03

Datenkategorie

Umwelt, Ressourcen und betriebliche Auswirkungen

Neben Treibhausgasemissionen können je nach Tätigkeit weitere Umweltinformationen relevant sein. Für Produktionsunternehmen ist dieser Bereich häufig umfangreicher als für reine Büroorganisationen.

Mögliche Themen

  • Wasserverbrauch
  • Abwasser
  • Abfallmengen
  • gefährliche Abfälle
  • Recycling / Verwertung
  • Material- und Rohstoffverbrauch
  • Chemikalien
  • Luftemissionen
  • Umweltvorfälle
  • Verschmutzung von Boden oder Wasser
  • Ressourceneffizienz
  • Kreislaufwirtschaft
  • Biodiversität, sofern relevant
  • produktbezogene Umweltaspekte, sofern relevant

Typische interne Owner

EHS · Umweltmanagement · Produktion · Facility · Einkauf · Quality

Mögliche Quellen

  • Wasserrechnungen
  • Abfallberichte
  • Entsorgungsnachweise
  • Gefahrstoffregister
  • Umweltmessungen
  • Genehmigungen
  • Zertifikatsunterlagen
  • interne Umweltkennzahlen

Worauf achten?

Welche Umweltinformationen sinnvoll und notwendig sind, hängt stark von der tatsächlichen Tätigkeit und den relevanten Auswirkungen des Unternehmens ab.

04

Datenkategorie

Mitarbeitende und Arbeitsbedingungen

Häufig abgefragte Informationen

  • Anzahl der Mitarbeitenden
  • Headcount / FTE, sofern angefragt
  • Beschäftigungsarten
  • Geschlechterverteilung
  • Fluktuation, sofern relevant
  • Weiterbildung und Training
  • Arbeitsbedingungen
  • Diversity-Kennzahlen
  • Vergütungsinformationen, sofern relevant
  • Tarifbindung / Arbeitnehmervertretung, sofern relevant

Typische interne Owner

HR · Payroll · Geschäftsführung

Mögliche Quellen

  • HR-Auswertungen
  • Payroll-Daten
  • Trainingsregister
  • Personalstatistiken
  • interne Richtlinien

Worauf achten?

„Mitarbeitende“, „Headcount“ und „FTE“ sind nicht automatisch dieselbe Kennzahl. Definition und Zeitraum sollten zur Kundenfrage passen.

05

Datenkategorie

Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz

Häufig abgefragte Informationen

  • Arbeitsschutzmanagement
  • Arbeitsunfälle
  • Unfallkennzahlen, sofern angefragt
  • verlorene Arbeitstage
  • Sicherheitsunterweisungen
  • Gefährdungsbeurteilungen
  • Präventionsmaßnahmen
  • Arbeitsschutz-Verantwortlichkeiten
  • Arbeitsschutz-Zertifizierungen, sofern vorhanden

Typische interne Owner

EHS · HSE · HR · Produktion · Quality

Mögliche Quellen

  • Unfallregister
  • Schulungsnachweise
  • Gefährdungsbeurteilungen
  • Sicherheitsprotokolle
  • Zertifikate
  • interne Verfahren

Worauf achten?

Eine Arbeitsschutzrichtlinie dokumentiert nicht automatisch die tatsächliche Umsetzung aller darin beschriebenen Maßnahmen.

06

Datenkategorie

Menschenrechte und soziale Mindeststandards

Häufige Themen

  • Kinderarbeit
  • Zwangsarbeit
  • Diskriminierung
  • Belästigung
  • Vereinigungsfreiheit
  • faire Arbeitsbedingungen
  • Beschwerdekanäle
  • Menschenrechtsrichtlinie
  • schwerwiegende Vorfälle, sofern angefragt
  • menschenrechtliche Risiken in der Lieferkette, sofern relevant

Typische interne Owner

HR · Compliance · Legal · Procurement · Management

Mögliche Quellen

  • Human Rights Policy
  • Code of Conduct
  • Beschwerdeverfahren
  • Trainingsnachweise
  • Risikobewertungen
  • dokumentierte interne Prozesse

Worauf achten?

Antworten sollten den tatsächlichen Status im Unternehmen widerspiegeln. Eine neu erstellte Richtlinie sollte nicht rückwirkend als Nachweis einer bereits langjährig bestehenden Praxis dargestellt werden.

07

Datenkategorie

Richtlinien, Maßnahmen und Ziele

Kunden fragen häufig nicht nur nach Kennzahlen, sondern auch danach, wie relevante Nachhaltigkeitsthemen im Unternehmen gesteuert werden.

Häufig abgefragte Inhalte

  • Environmental Policy
  • Human Rights Policy
  • Health & Safety Policy
  • Code of Ethics
  • Anti-Corruption Policy
  • Supplier Code of Conduct
  • Sustainable Procurement Policy
  • Verantwortlichkeiten
  • Ziele
  • Maßnahmenprogramme
  • interne Reviews
  • Managementfreigaben

Typische interne Owner

Fachbereich · Management · Compliance · Legal · HR · EHS

Mögliche Quellen

  • freigegebene Richtlinien
  • Managementbeschlüsse
  • Maßnahmenpläne
  • Review-Unterlagen
  • Verantwortlichkeitsmatrizen

Worauf achten?

Eine Richtlinie dokumentiert einen formellen Grundsatz oder eine Erwartung. Sie belegt nicht automatisch, dass jede darin beschriebene Maßnahme vollständig umgesetzt ist.

08

Datenkategorie

Ethik, Compliance und Unternehmensführung

Häufige Themen

  • Anti-Korruption
  • Bestechungsprävention
  • Code of Ethics / Code of Conduct
  • Compliance-Verantwortlichkeiten
  • Hinweisgebersystem
  • Interessenkonflikte
  • Compliance-Schulungen
  • Governance-Strukturen
  • Verstöße, Bußgelder oder Verurteilungen, sofern ausdrücklich angefragt
  • Datenschutz / Informationssicherheit, sofern für die Anfrage relevant

Typische interne Owner

Compliance · Legal · Management · HR · IT

Mögliche Quellen

  • Code of Ethics
  • Anti-Bribery Policy
  • Whistleblowing procedure
  • Trainingsunterlagen
  • Compliance reports
  • Verantwortlichkeitsmatrizen

Worauf achten?

Angaben zu Vorfällen, Verfahren oder Sanktionen sollten nur auf Grundlage intern bestätigter Informationen beantwortet werden.

09

Datenkategorie

Lieferkette und nachhaltige Beschaffung

Häufige Themen

  • Supplier Code of Conduct
  • ESG-Kriterien bei Lieferantenauswahl
  • Lieferantenbewertungen
  • Lieferanten-Risikoanalysen
  • Menschenrechts- und Umweltrisiken
  • Lieferanten-Audits oder Assessments
  • Maßnahmen bei identifizierten Risiken
  • nachhaltige Beschaffungsprozesse
  • Herkunft bestimmter Materialien, sofern relevant
  • Konfliktmineralien oder besondere Rohstoffe, sofern relevant

Typische interne Owner

Procurement · Supply Chain · Compliance · Quality · Sustainability

Mögliche Quellen

  • Supplier Code
  • supplier questionnaires
  • Lieferantenbewertungen
  • Beschaffungsrichtlinien
  • Risk assessments
  • Auditunterlagen

Worauf achten?

Nicht jedes Unternehmen benötigt dieselbe Tiefe an Lieferkettendaten. Umfang und Detailgrad hängen von der konkreten Anfrage, dem Produkt und der Lieferkette ab.

10

Datenkategorie

Zertifikate, Dokumente und andere Nachweise

Viele ESG-Anfragen verlangen nicht nur eine Antwort, sondern auch Unterlagen, die die Aussage nachvollziehbar unterstützen.

Typische Nachweise

  • Zertifikate
  • Policies
  • Rechnungen
  • Messdaten
  • KPI-Auswertungen
  • Protokolle
  • Trainingsnachweise
  • Risikoanalysen
  • Auditunterlagen
  • Genehmigungen
  • Berichte
  • Supplier Codes
  • Berechnungsdateien

Typische interne Owner

Fachbereich · Quality · EHS · HR · Finance · Management

Mögliche Quellen

  • Dokumentenregister
  • zentrale Dateiablagen
  • Managementsysteme
  • Rechnungen und Reports
  • freigegebene Policies

Ein Dokument ist nicht automatisch ein guter ESG-Nachweis.

  1. 01

    Aussage

  2. 02

    Gesellschaft

  3. 03

    Scope

  4. 04

    Zeitraum

  5. 05

    Quelle

  6. 06

    Gültigkeit

Worauf achten?

Ein Dokument ist nicht automatisch ein guter ESG-Nachweis.

Datenarten

Nicht jede ESG-Frage verlangt eine Zahl.

Quantitative Daten

  • kWh Strom
  • Liter Diesel
  • tCO₂e
  • m³ Wasser
  • Tonnen Abfall
  • Mitarbeitendenzahl
  • Unfallkennzahlen

Qualitative Angaben

  • Gibt es eine Richtlinie?
  • Wer ist verantwortlich?
  • Gibt es ein Beschwerdeverfahren?
  • Werden Lieferanten bewertet?
  • Welche Maßnahmen bestehen?
  • Gibt es Ziele?

Nachweise

  • Rechnung
  • Zertifikat
  • Policy
  • HR-Auswertung
  • Trainingsnachweis
  • internes Verfahren

Eine gute ESG-Antwort verbindet die richtige Art von Information mit einer nachvollziehbaren Quelle.

Traceability

Daten und Nachweise sind nicht dasselbe.

Gerade bei quantitativen Angaben sollte nachvollziehbar bleiben, woher ein Wert stammt, für welchen Zeitraum er gilt und wie mehrere Quelldaten gegebenenfalls zusammengeführt wurden.

Mehr über ESG-Nachweise
  1. Datenpunkt

    8.940 kWh

  2. Quelle

    Stromrechnungen

  3. Aggregation

    Jahresverbrauch Standort A

  4. Antwort

    Stromverbrauch im Berichtszeitraum

Interne Quellen

Wo liegen ESG-Daten im Unternehmen?

Meistens nicht in einer einzelnen „ESG-Abteilung“.

Die tatsächlichen Verantwortlichkeiten unterscheiden sich je nach Unternehmensstruktur.

Zur vollständigen ESG Data Owner Map

Unternehmensdaten

Geschäftsführung / Finance

Strom & Energie

Facility / Finance / Einkauf

Kraftstoffe

Fuhrpark / Finance

Kältemittel

Facility / EHS

Umwelt & Abfall

EHS / Quality / Produktion

Mitarbeitende

HR

Arbeitsschutz

EHS / HR / Produktion

Compliance

Legal / Compliance / Management

Lieferkette

Procurement / Supply Chain

Policies

Fachbereich + Management

Erste Aktion

Sie haben gerade einen ESG-Fragebogen erhalten – womit beginnen?

  1. 01

    Anfrage vollständig sichern

    Fragebogen, Portal-Anforderung, Begleitmail, Anhänge und Frist gemeinsam betrachten.

  2. 02

    Scope verstehen

    Klären Sie, welche Gesellschaft, welche Standorte, welcher Zeitraum und gegebenenfalls welche Produkte betroffen sind.

  3. 03

    Fragen nach Datenbereichen sortieren

    Ordnen Sie Energie, Umwelt, HR, Policies, Compliance, Supply Chain und andere Themen strukturiert zu.

  4. 04

    Data Owner und vorhandene Nachweise zuordnen

    Prüfen Sie zuerst vorhandene Quellen, bevor unnötig neue Dokumente erstellt werden.

  5. 05

    Lücken sichtbar machen

    Fehlende Daten nicht erfinden. Offen markieren, intern klären und bestätigen.

Begrenzung

Was Sie nicht automatisch vorbereiten müssen

Eine ESG-Anfrage bedeutet nicht automatisch, dass Ihr Unternehmen sofort ein vollständiges Nachhaltigkeitsmanagementsystem aufbauen oder jede denkbare ESG-Kennzahl erheben muss.

Nicht automatisch Scope 3

Eine Anfrage nach CO₂-Daten bedeutet nicht zwangsläufig, dass eine vollständige Scope-3-Bilanz verlangt wird.

Nicht automatisch eine neue Zertifizierung

Die Frage nach vorhandenen Zertifikaten bedeutet nicht automatisch, dass eine neue Zertifizierung erforderlich ist.

Nicht automatisch eine neue Policy

Prüfen Sie zunächst, welche Richtlinien und tatsächlichen Prozesse bereits bestehen.

Nicht automatisch alle ESG-Daten

Sammeln Sie zuerst den Umfang, der für die konkrete Anfrage tatsächlich relevant ist.

Erst Anfrage verstehen. Dann Lücken schließen.

Assessment-Kontext

Warum sehen ESG-Anfragen unterschiedlich aus?

Einige Kunden senden eigene Excel-Dateien oder individuelle Fragebögen. Andere nutzen Plattformen oder standardisierte Assessments. Wieder andere fragen einzelne ESG-Kennzahlen direkt im Rahmen von Einkauf, Lieferantenfreigabe oder Due Diligence ab.

Deshalb unterscheiden sich sowohl der Umfang als auch die Form der Antwort: Zahl, Ja/Nein-Angabe, Freitext, Richtlinie, Zertifikat oder anderer Nachweis.

EcoVadis

Bewertung des Nachhaltigkeitsmanagements anhand mehrerer Themenbereiche und unterstützender Dokumente.

VSME

Kann VSME helfen, häufig benötigte ESG-Daten zu strukturieren?

VSME bietet kleinen und mittleren Unternehmen eine strukturierte Grundlage für grundlegende und weiterführende Nachhaltigkeitsinformationen. Die Themen reichen von Energie und Treibhausgasemissionen über Umwelt- und Workforce-Daten bis zu Governance-Informationen.

Solche strukturierten Daten können dabei helfen, Informationen wiederverwendbar vorzuhalten.

VSME ersetzt jedoch nicht automatisch den konkreten Fragebogen eines Kunden. Eine individuelle Kundenanfrage kann weniger, andere oder zusätzliche Informationen verlangen.

Mapping

Die ESG Data Request Map

  1. 1 · Anforderung

    Was will der Kunde?

  2. 2 · Data Owner

    Wer kennt die Information?

  3. 3 · Quelle

    Woher stammt der Wert?

  4. 4 · Nachweis

    Was unterstützt die Aussage?

  5. 5 · Bestätigung

    Wer bestätigt die Unternehmensangabe?

Beispiel 1

Stromverbrauch 2025

Owner
Facility / Finance
Source
Stromrechnungen
Evidence
Jahresübersicht + Rechnungen
Confirmation
interne Bestätigung

Beispiel 2

Environmental Policy vorhanden?

Owner
EHS / Management
Source
aktuelle intern freigegebene Policy
Evidence
Policy-Dokument
Confirmation
zuständige interne Stelle

Qualität

Sechs typische Fehler bei ESG-Datenanfragen

  1. 1. Den gesamten ESG-Bereich statt der konkreten Anfrage bearbeiten

    Das erzeugt unnötige Arbeit und verzögert die eigentliche Kundenantwort.

  2. 2. Unterschiedliche Gesellschaften oder Standorte vermischen

    Daten müssen zum Geltungsbereich der Antwort passen.

  3. 3. Kennzahlen ohne Zeitraum verwenden

    Eine Zahl ohne Berichtsperiode ist häufig nicht ausreichend interpretierbar.

  4. 4. Endwerte ohne Quelle übernehmen

    Später ist nicht mehr nachvollziehbar, wie die Angabe entstanden ist.

  5. 5. Policies als Nachweis vollständiger Umsetzung behandeln

    Eine Richtlinie dokumentiert nicht automatisch jede operative Maßnahme.

  6. 6. Fehlende Daten plausibel ergänzen

    Fehlende Informationen sollten als Lücke sichtbar bleiben, bis sie nachvollziehbar geklärt wurden.

Nächste Ressource

Sie möchten die Anfrage jetzt strukturiert bearbeiten?

1 · Fragebogen strukturieren

ESG-Fragebogen Checkliste

Vom ersten Screening bis zur internen Prüfung.

2 · Verantwortliche finden

ESG Data Owner Map

Identifizieren Sie, welche interne Funktion typischerweise welche Informationen liefert.

3 · Nachweise prüfen

Evidence Readiness Check

Prüfen Sie, ob ein vorhandenes Dokument die geplante Aussage tatsächlich unterstützt.

Umsetzung

Ihr Kunde hat die Liste bereits geschickt?

Senden Sie uns den Fragebogen oder die ESG-Anforderung. Wir zerlegen die Anfrage in konkrete Datenpunkte, ordnen vorhandene Unternehmensinformationen und Nachweise zu, identifizieren offene Punkte und bereiten die Antworten für Ihre interne Bestätigung vor.

Unternehmensangaben und finale Aussagen bleiben unter Ihrer Kontrolle.

Methodik

Methodische Einordnung

Die Kategorien auf dieser Seite dienen als praktische Orientierung und sind keine universelle Pflichtliste. Welche Daten tatsächlich erforderlich sind, ergibt sich aus der konkreten Kundenanfrage, dem Unternehmen, dem Anwendungsfall und gegebenenfalls dem verwendeten Assessment- oder Reporting-Rahmen.

Nächster Schritt

Sie müssen nicht zuerst ein ESG-System aufbauen.

Beginnen Sie mit der konkreten Kundenanfrage. Wir helfen Ihnen, herauszufinden, welche Daten tatsächlich benötigt werden und wie daraus eine klare, nachvollziehbare Antwort entsteht.